TSV Rostock Süd - Tischtennis

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Süd III – Neubrandenburg III (9:1)

Abermals gab es Irritationen, die durch unterschiedliche Angaben im greifbaren Jahrbuch und im weniger greifbaren Internet entstanden zustande kamen. Letztendlich spielten wir zuerst gegen die 3. Vertretung der Neubrandenburger. Das, ohne despektierlich zu werden, sollte als Aufgalopp für das darauf folgende Spiel um Sein oder nicht Sein mit den Herren von Neubrandenburg 2 dienen.

Neubrandenburg 3 hatte aber auch großen Anteil daran, dass diese Ansicht gefällt werden konnte, da es ohne ihre Nummer 1 (Gorr) und mit insgesamt zwei Ersatzspielern (Walter und Wanke) antrat. Dadurch rückte sogar ihr Senior und eigentliche Nr. 7, Hoder, auf die Position 4 vor! Bei Rostock kompensierten SCHEEL und CREUZNACHER die Ausfälle von ALBRECHT (Nr. 1) und KRÜGER (Nr. 6).

Die Umstellungen in den Rostocker Mannschaftsteilen hatte in erster Konsequenz mit SCHEEL / CREUZNACHER (Doppel 3) eine neue Doppelpaarung, die insgesamt 14. (!), zur Folge. DZYK / KLUTH, K. blieben unser Einserdoppel. Die bislang ungeschlagenen GRAWERT / ROLL übernahmen die Position des Doppel 2.

Die beiden erstgenannten Kombinationen kamen ohne Satzverlust ins Ziel. Während DZYK / KLUTH, K. (gegen Stratonowitsch / Walter) nicht unbedingt problemlos gewannen, dominierten SCHEEL / CREUZNACHER ihre Gegner (Hoder / Wanke) relativ deutlich. Nur im dritten Satz stotterte der Motor. Dank einer mittelgroßen Aufholjagd verhinderten sie Überstunden. GRAWERT / ROLL hatten es mit Sahr / Mauermann zu tun und trafen auf mächtig Gegenwehr. Das Spiel wog auf und ab. Weil die Woge allerdings zunächst die Rostocker oben auf schwimmen ließ, waren sie es auch, die am Ende auf der entscheidenden letzten Woge zum Sieg trieben. Damit war uns der perfekte Start gelungen.

GRAWERT und ROLL wollten nachlegen. Neubrandenburgs Beste, Sahr und Mauermann, hatten etwas dagegen. Besonders Sahr schaffte ROLL. Nur selten gelang ihm die aufs Tischtennisspiel bezogene erfolgreiche schöpferische Entfaltung. Zu oft war er den schnellen und platzierten Bällen Sahrs unterlegen. Eigene Angriffsbemühungen scheiterten an der nötigen Konstanz. GRAWERT erwischten einen schlechten Start. Auf die Rollaufschläge Mauermanns hatte er nur in den seltensten Fällen die richtige Antwort. Der Mut zum Risiko fehlte bzw. wurde nicht in den Aufschlagreturn gelegt. Mauermann führte mit 2:0 in den Sätzen ehe GRAWERT aufzutauen begann. Er schaffte den Satzausgleich ohne allerdings Mauermanns Aufschläge besser zu entschärfen. Nicht nur das Ausspielen des Entscheidungssatzes, sondern auch die notwendig gewordene Satzverlängerung belegen, dass es eine hochspannende Angelegenheit war, mit dem besseren Ende für GRAWERT.

In der Mitte hatte Neubrandenburgs „Hochrücker“ Hoder die schwierige Aufgabe gegen einen der besten „Mitte-Spieler“ der Liga, DZYK (17-3), antreten zu müssen. In Konterduellen kann der Altmeister aus der Viertorestadt seine Klasse noch unter Beweis stellen. Leider war das Tempo, das DZYK in die Bälle legte zu oft zu hoch, sodass es ein relativ klares 3:0 für uns wurde. KLUTH, K. hatte es, wie die eine der Süd-Koryphäen der jüngsten Zeit, Mathias „Auge“ Wähner, einmal sagte (25.3.2009), mit dem „wohl am besten Tischtennis spielenden Zahnarzt Mecklenburg-Vorpommerns“, Stratonowitsch, zu tun. Sprichwörtlich war es aber heute der Zahnarzt, dem der Zahn gezogen wurde, obwohl es kurz nach der Hälfte der Behandlung nach Komplikationen aussah, wurde dieselbe vom Dentallaien KLUTH, K. professionell zu Ende geführt.

SCHEEL und CREUZNACHER knüpften an ihren guten Doppelauftritt an und ließen auch in ihren Einzelduellen ihren Gegner, die aus der Bezirksklasse und tiefer kamen, wenig Raum für eigene Ideen. 8:1. Die erste Einzelrunde endete fast perfekt. Ein Punkt fehlte zum Sieg.

Sollte es tatsächlich ein „9 zu ROLL“ werden, wie unter den Gastgebern gemunkelt wurde. Das konnte nur GRAWERT verhindern. Der wollte aber nicht. Im Gegenteil. Er ließ den gegen ROLL noch so stark auftrumpfenden Sahr verhältnismäßig wenig Punkte zukommen und beendete die erste Pflichtaufgabe des Tages.

Das 9:1 geht völlig in Ordnung. Einzig Sahr und Mauermann hatten in ihren Paarkreuzen das Potential zu punkten. Auf unseren Seiten gab es wenig bis gar nichts auszusetzen. Die Spieler waren warm und das Endspiel um die Landesliga-Ost Meisterschaft konnte langsam in die heiße Phase übergehen. (u.c.)