TSV Rostock Süd - Tischtennis

Hier bist du: Home | Berichte/Ergebnisse | Archiv Saison 2009-10 | Relegation: Süd III - Nord-West

Kommende Turniere

Schweriner Doppel-Turnier (Herren)
(VfL Schwerin, 19.05. 2012)

Video-Highlights 2012

Süd 1 vs. Siek 2 (Feb. '12, Grawert)

Süd 1 vs. Parchim (Feb. '12, Grawert)

Die nächsten Spiele

Saison beendet
(Süd 1: Platz 7 = Klassenerhalt!)
Verbandsliga
Saison beendet
(Süd 2: Platz 4 ; Süd 3: Platz 5)
Saison beendet
(Süd 4: Platz 3)
Saison beendet
(Süd 5: Platz 2 = Aufstieg!)
Alle Teams bedanken sich für die tolle Unterstützung ihrer Fans!

TSV Einspielshirt

Jetzt Einspielshirt vom TSV Rostock Süd sichern!

Einspielshirts vom TSV Rostock Süd

! Aktuelles !
Publication1
                     

Relegation: Süd III - Nord-West

Aufstiegsrelegation zur Verbandsliga

Unerwartet, aber nicht zwingend unverdient ergab sich unterhalb der Woche die Möglichkeit diese Landesligasaison doch noch mit dem Ende abzuschließen, das vor der Saison erklärtes Ziel gewesen war. Aufstieg.

Die Mannen von Einheit Demmin, die nach einem verkorksten Saisonauftakt plus ihrer Hinspielniederlage gegen uns doch noch in die Aufstiegsrelegation gekommen sind, waren wegen mangelnder Spielerdichte gezwungen gewesen auf diese Chance zu verzichten. So oder so lag die Favoritenrolle beim Verbandsligisten Nord-West Rostock, die diese auch vorab darin bestätigten, dass ihre „Kappelle“ hochgradig gut ausgestattet war.

 

Aufstellung Nord-West

Der Gast trat mit Dr. Powilleit, Möller, Grußendorf, Engelke, Biermann und Schille an, die wohl beste Kombination die in ihrem Verein aufzufinden ist. Wir hatten dahingegen den Verzicht von ALBRECHT und den letztens gut aufspielenden SCHEEL zu verkraften, nicht unbedingt Förderer guter Erfolgsaussichten. Der wieder genesene, aber mit Trainingsrückstand versehende SCHRÖDER verhinderte, dass KLUTH, K. in die Mitte rutschte. Mit dem Wanderer zwischen den Mannschaften, CREUZNACHER, komplettierte sich unsere Mannschaft, sodass am Ende folgende Truppe siegreich sein wollte: GRAWERT, ROLL, DZYK, SCHRÖDER, KLUTH, K., CREUZNACHER.

Aufstellung Süd 3

Die Doppel begannen mit großen Überraschungen, denn das Nord-West-Erfolgsduo Dr. Powilleit / Möller spielte nicht zusammen. Stattdessen wurden Dr. Powilleit / Schille (gegen DZYK / KLUTH, K.) und Möller / Engelke (GRAWERT / ROLL) auf dem Spielberichtsbogen vermerkt. Demgegenüber waren für das Doppel 3 keine hellseherischen Kräfte von Nöten. SCHRÖDER / CREUZNACHER trafen auf Grußendorf / Biermann. Nord-West setzte auf Risiko, um eventuell ein 3:0 in die Einzelrunden mitzunehmen. Sie wollten die Entscheidung also möglichst früh fallen sehen. Für ihr Risiko wurden sie nicht belohnt, aber auch nicht bestraft.

GRAWERT / ROLL hatten in den ersten beiden Sätzen gegen Möller / Engelke einen absolut schweren Stand. Das Nord-West-Duo verteilte die Bälle nach Belieben und konterte unsere Jungs mehrfach aus. 0:2, da war doch was? Genau, denn ausgerechnet GRAWERT / ROLL schafften es in der abgelaufenen regulären Saison zweimal aus einem 0:2 ein 3:2 zu machen. Auch weil sie bislang ungeschlagen gewesen waren, war für zu blasenden Trübsal definitiv zu wenig Nahrung. Kampf und besserer Rhythmus bugsierten sie tatsächlich in den Entscheidungssatz, in dem sie bei der Satzwende mit zwei Punkten vorne lagen und diese nicht mehr hergaben. Die Nord-Westler fanden keine geeigneten Mittel mehr und der erste Punkt war unser (Sätze: -5, -2, 9, 9, 5).

Grawert/Roll gegen Möller/Engelke

Exakt der gleichen Situation eines 0:2-Satzrückstandes musste sich unser zweites Doppel, DZYK / KLUTH, K. gegenüber sehen. Jeweils mit 2 Punkten Unterschied endeten die ersten drei Sätze. Leider ging nur der 3. Satz an uns. Im anschließenden 4. Satz sah es bis zum 7:7 für das Süd-Duo noch so aus, als ob zumindest der 5. Satz erreicht werden konnte, aber die Handgelenke waren nicht frei. Die Bälle, die sonst kommen, kamen nicht (Sätze: -9, -9, 10, -7). Mit SCHRÖDER / CREUZNACHER trat eine Kombination an den Tisch, die in dieser Saison eine 2:0-Bilanz vorzuweisen hatte. Ihre Gegner, Grußendorf / Biermann, waren in der Verbandsliga indes meistens die Unterlegenen. Dabei muss aber strengstens beachtet werden, dass sie 16 von 17 Spielen als Doppel 2 bestritten (4:12) und u.a. starke Doppel, wie Matzke / Waldvogel (Greifswald) oder Weiher / Barabas (Blesewitz) besiegten. Das Interessante an dieser Partie war die Konstellation von Angriff / Abwehr gegen Angriff / Abwehr. In Satz 1 dominierte der Angriff der Südler, wenn auch nur knapp. Ein analoges Bild zeigte sich im zweiten Satz. Die 10:6-Führung ließ SCHRÖDER / CREUZNACHER am 2:0 und einer Vorentscheidung schnuppern. Schnuppern ja, essen nein. Die falschen Entscheidungen zur richtigen Zeit verhinderten dies. Fortlaufend ging die Durchschlagskraft CREUZNACHERS verloren und auch SCHRÖDER blieb bei seinen Angriffsaktionen ebenfalls ohne Erfolg. Zeitgleich steigerten sich die Gäste und gewannen an Sicherheit und das Spiel (Sätze: 12, -10, -5, -8). Hätte wenn und aber… sind unnütz.

Schröder/Creuznacher gegen Grußendorf/Biermann

GRAWERT gegen Möller und ROLL gegen Dr. Powilleit eröffneten die Einzelrunde. ROLL war besser drauf als gegen die Neubrandenburger Teams zum Saisonabschluss, aber ein Dr. Powilleit ist beileibe kein unbeschriebenes Blatt. Lediglich in Satz 1 hielt ROLL fabelhaft dagegen, blieb letztlich jedoch unbelohnt. Danach bewies der Nord-Westler sein Ballgefühl und sicheres Spiel und gewann verdient (Sätze: -11, -7, -4). GRAWERT und Möller spielten indes über die volle Distanz und zeigten ein ums andere Mal sehenswerte Ballwechsel. Den wichtigen ersten Satz gewann GRAWERT in der Verlängerung. Es blieb auch in der Folgezeit ein enges Spiel, das von Kleinigkeiten bestimmt wurde. Kurze Schwächeperioden wurden schnell bestraft. Nach vier gespielten Sätzen stand es 2:2. Es folgte eine etwas längere Schwächeperiode von einem der beiden Spieler. Dankeswerterweise war es nicht GRAWERT. Sein Fünfsatzsieg brachte uns wieder in Schlagdistanz (Sätze: 12, -8, 9, -8, 5).

Die Mitte musste uns auf Kurs halten und zu anfangs sah es sogar aus, dass sogar die Führung möglich war. SCHRÖDER (gegen Grußendorf) und DZYK gegen (Engelke) behagten ihre Gegner so, dass diese den ersten Satz mehr oder weniger freiwillig abgaben. Dann die Wende. Beide Nord-West-Akteure traten in den anschließenden zwei Sätzen dominanter zu Werke und drehten die Partie. Während bei DZYK berechtigte Hoffnungen im vierten Satz aufkeimten, blieb SCHRÖDER letztlich ein Opfer seiner Unbeständigkeit. Leichte Schupffehler und erfolglose Angriffsbemühungen kennzeichneten das Spiel, das Grußendorf mit einer mittelmäßigen Leistung für sich entschied (Sätze: 5, -7, -6, -6). DZYK schaffte den Satzausgleich und führte auch nach dem Seitenwechsel noch entsprechend hoffnungsvoll mit 7:4. Engelke kam zurück, glich aus und hatte dann etwas Glück, dass ihm Netz und Tischkante eine 10:8-Führung bescherten. Glück gesellt sich selten zum unverdienten Sieger, denn DZYK hatte ab dem 7:4 zu viel Sicherheit und zu wenig Offensive als Taktik auserkoren. Engelke hat das knallhart bestraft und am Ende nicht unverdient gewonnen (Sätze: 9, -5, -8, 5, -9).

Dzyk gegen Engelke

Mit dem 2:5 wuchs der Druck auf das untere Paarkreuz selbstverständlich an. Die Last des Gewinnens hinderte KLUTH, K. (gegen Schille) und CREUZNACHER (gegen Biermann) aber nur geringfügig am erfolgreichen Bestreiten ihrer Einzel. KLUTH, K. traf auf einen Gegner, der eine fabelhafte Saison im oberen Paarkreuz der Landesliga gespielt hat (21:10) und entscheidenden Anteil daran hatte, dass Nord-West den Relegationsplatz erreichen konnte (7:0 im unteren Paarkreuz der Verbandsliga). Dass er da hingehört, musste nach dem klaren 0:3 auch KLUTH, K. anerkennen. Schade, dass zu den bislang nur drei verlorenen Sätzen im unteren Paarkreuz heute drei weitere dazukommen mussten und die alle in einem Spiel. Selten hat man KLUTH, K. so relativ chancenlos gesehen (Sätze: -8, -4, -8). Ein Punkt, mit dem zu rechnen war, sollte durch CREUZNACHER erzielt werden. Der Start war blendend. 5:1 im ersten Satz. Dann passierte erst einmal gar nichts mehr. Irgendwann punkte er auch wieder, aber das blieb für den Gewinn des ersten Satz ohne Auswirkung. Satz 2 hatte einen ähnlichen Start. Nach einem leichten Fehler des Süd-Spielers stand es „nur“ 4:2, statt 5:1. Kommentar CREUZNACHER: „Zum Glück steht es nicht 5:1, denn das hat mir im ersten Satz auch nicht weiter geholfen.“ Weiter geholfen hat ihn aber auf jeden Fall der Vorhand-Topspin, der v.a. nach guten Aufschlägen viele Punkte einbrachte. Ausgleich. Eine Beruhigung seines Spiels bedeutete dies allerdings nicht. Selbstzweifel über die hier vorgetragenen Versuche die Sportart Tischtennis darzubieten prägten das Szenario. Typisch für Angriff gegen Abwehr. Satz 4 hatte keine Besserung in Sicht, auch wenn in der Satzpause nochmals die Taktik, eingebläut von den kompetenten und ob der Darbietung, wohl höllisch leidenden Außenstehenden, beschworen wurde. 1:4. Auszeit. Dass auch dem Schiedsrichter (Engelke) Leid zugefügt wurde, zeigte sich darin, dass er nach der Auszeit rief: „0:0. Aufschlag Nord-West.“. Darauf hingewiesen, korrigierte er den richtigen Spielstand (1:4) in ein 0:0, um dann wiederum darauf hingewiesen zu werden, dass doch alles richtig ausgeschildert war. Ein Opfer der fehlgeschlagenen Versuche Tischtennis zu spielen? Weiter im Text. Es ist ja noch ein bisschen Platz. 4:8. Auszeit? Ach, nee man darf ja nur einmal. 8:8. Hoppla. 8:10. Auweia, Wackel-Returns ins Netz gesetzt. Auszeit? Ja, dankenswerter Weise durch den Gegner anberaumt. Aufschlag, Topspin, Punkt von CREUZNACHER und dann noch einmal. 10:10. Schupfduell der allerhöchsten Güte mit Fehler von Biermann beim Abholzen einer Fichte. Der erste Schupffehler von Biermann überhaupt im Match krönte das unverdiente Satzende. Psychologischer Vorteil CREUZNACHER? Nein. Gleich zu Satzbeginn überzeugte er mit Fehlern im Angriffsspiel, die er auch fortan beständig darbot (Sätze: -8, 6, -6, 10, -4). Mittlerweile waren die Spiele KLUTH, K. (0:3 gegen Schille) und GRAWERT (gegen Dr. Powilleit, Ergebnis wird noch nicht verraten) beendet und ROLL gegen Möller hatten sich schon zum Einspielen eingefunden. Viel (zweifelhafte) Unterhaltung fürs Geld, aber wenig Zählbares für Süd.

Spätestens jetzt war die Vorentscheidung zugunsten der Gäste gefallen. Der 2:7-Rückstand war kaum noch aufzuholen gewesen. GRAWERT bemühte sich auf anständigste Art und Weise gegen Dr. Powilleit uns im Spiel zu halten. Er schnupperte zumindest an einem 5. Satz, aber allen Träumereien stand Dr. Powilleit skeptisch gegenüber, v.a. in der Verlängerung des 4. Satzes (Sätze: -6, 8, -8, -11).

Grawert gegen Powilleit

Anschließend kämpfte ROLL, gemäß seiner für alle zahlreich in der Halle Anwesenden zu hörenden Devise: „Noch ist es nicht vorbei“, vorbildlich Punkt um Punkt. Das war der ROLL, den wir kennen. Leider blieb der Achtungserfolg aus. Mit zwei Punkten Vorsprung beendete Möller die Partie (Sätze: -8, 9, -8, 9, -10). Die allerletzten Gedankenspiele an ein 8:8 mit Satz- und/oder- Punktvergleich oder Losentscheid konnten damit ad acta gelegt werden. Der Sieg für Nord-West stand definitiv unter Dach und Fach. DZYKS vorher feststehender Sieg gegen Grußendorf (Sätze: 4, 9, 11) ging nicht mehr in die Wertung ein.

So hätte es klappen können: Eingangsdoppel: 2-1, Oben: 2-2 (GRAWERT und ROLL, beide gegen Möller), Mitte 2-2 (DZYK), Unten 2-2 (KLUTH, K. und CREUZNACHER, beide gegen Biermann) und das Entscheidungsdoppel 1-0 (GRAWERT / ROLL gegen Powilleit / Schille). Es kam anders. Das Leben ist halt kein Wunschkonzert und Tischtennis erst recht nicht. Glückwunsch an die Gäste, aber auch und Glückwunsch an uns für eine grundsätzlich sehr gute Saison. Das Ziel Aufstieg konnte zwar nicht verwirklicht werden. In der nächsten Saison greifen wir wieder an. Und wenn alle Mann an Bord sind, kann es ja nur besser werden. Kopf hoch. (u.c.)

Hier geht's zur Fotogalerie (Hinweis: IPhone-Bilder!).