Am letzten Wochenende ruhte der Punktspielbetrieb im Land. Dennoch gab es sehenswertes Tischtennis zu sehen. Dazu musste der Zelluloidenthuasiast allerdings nach Rostock kommen, um die Spiele der alljährlichen Landesrangliste zu verfolgen. Einige taten es, wie z.B. Herr A. Meyer aus Schwerin.
Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen setzten sich die Favoriten mehr oder weniger klar durch. Freudvoll war aus Süd-Sicht der Vierfacherfolg bei den Männern, den Mathias Wähner, Mathias Haisch, Sven Stürmer und Matthias Kindt - in dieser Reihenfolge - perfekt machten.
Ulrike Krämer von der TSG Wismar setzte sich ohne Spielverlust bei den Frauen durch. In ihren 7 Spielen gab sie lediglich 8 Sätze ab und ist fortan auch die Ranglistenführende. Glückwunsch nach Wismar. Leider war die Frauenkonkurrenz von einer Absagenflut und damit auch von einem Qualitätsverlust begleitet gewesen. Unter den Absagenden war auch Mitfavoritin Ute Dudek vom TSV Rostock Süd. Insgesamt waren nur 9 von 12 Startplätzen belegt. Das ist schade und traurig. Umso freudiger waren dagegen die Auftritte der Nachwuchshoffnungen vom TTV 03 Demmin - namentlich Pauline Kühl (10 Jahre), Johanna Salzmann (11 Jahre) und Anna Matthäus (13 Jahre). Letztere erreichte am Ende sogar den zweiten Platz und verlor nur gegen die Turniersiegerin Krämer. Ein Siegerfoto gibt's hier (von der Webseite des TTV 03 Demmin).
Zwar nicht der neue alte Sieger, aber ein Altbekannter entschied die Landesrangliste nach zwei anstrengenden Tagen für sich - unser Mathias "Auge" Wähner. Auch eine Niederlage änderte nichts am Erfolg des Penholderspielers (10:1 Siege). Platz 2 und mit ein wenig Surprise versehen ging an Mathias Haisch, der auch vom Sieg gegen den Drittplatzierten Sven Stürmer profitierte. Schlecht für Stürmer, dass er nicht am zweiten Tag auf Haisch traf, denn dort gewann der "Svennynator" alles. Gut für Haisch.
Mathias "Matze" Kindt und Chris "Chrissi" Rehberg hingen nach Abschluss der sieben Samstagsspiele - eine Ähnlichkeit zur Fußballbundesliga ist rein zufällig - Wähner noch am dichtesten im Nacken (Wähner: 6:1, Kindt/Rehberg: 5:2), aber am Sonntag war wohl auch Schontag. Es darf ja nicht vergessen werden, dass die gewonnenen Ranglistenpunkte nicht ins Payback-Punktesystem einfließen und der einzige Nutzen sich wohl hauptsächlich darin bestätigt findet, dass man in der nächsten Saison nicht die "lästige" Qualifikation für die LRL spielen muss. Das allerdings widerfuhr Frank "Inge" Lehner, der mit seinem 10. Platz in die Relegation muss und damit wieder 11 Spiele an einem Tag über 3 Gewinnsätze vor sich haben wird. Das war der einzige Wermutstropfen.
Der/die Sieger/Siegerin darf zum Top 48 Bundesranglistenturnier, welches Mitte Oktober (15./16.) in Quickborn ausgetragen wird und dort den TTVMV vertreten. Wähner hat schon abgesagt. Egal wer hinfährt, die Chancen aller MV-Starter auf Erfolg sind leider gering. Mit Erfolg sind auch schon Satzgewinne gemeint! Naja, da man von Tischtennis - als Deutscher - schlechtens leben kann, muss man seine Kind- und spätere Gesundheit nicht dafür opfern.
Schlussanektdote 1: In Rostocks Innenstadt gibt's einen Laden, der heißt "Fliegende Fische". Am Samstag gab's in der Süd-Halle einen Maladen, der ließ den Schläger "fliegen". Der Schaden belief sich auf: Blut, Schmerz, böser Blick. Sven war stürmisch und wähnte Auge außer Wurflinie. Nun ja. Das getroffene Schienbein gehörte auf jeden Fall dem Letztgenannten.
Schlussanekdote 2: "Ich krieg den Kerl einfach nicht geknackt", schallte es ebenfalls samstags durch die Halle. Es sprach nicht Zarathrusta, sondern Chris Rehberg, der gerade seinen 3:1-Satzvorsprung gegen Wähner dahin schmelzen sah. Er behielt Recht. Wähner gewann 4:3.


