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Sanmann mit Nerven aus Stahl

Draußen Regen, innen Mini-Sauna. Jedem war frei gestellt, was ihm besser gefiel, aber alle Teilnehmer der Bezirksrangliste B (BRL B) im Bereich Mitte entschieden sich gegen die Berieselung von Regenwasser von oben und für den Tischtennissport unterm Dach.

Nach zahlreichen Absagen, die auch z.T. darin begründet lagen, dass noch Ferien (zumindest in den letzten Zügen) waren, rutschten Mathias Scheel (TSV Rostock Süd) und Christopher Studt (TTV 03 Demmin) ebenso wie Nachwuchshoffnung Max Schlutow (ebenfalls Süd) ins Starterfeld nach. Schnell zeigte sich aber, dass Schlutow, Studt und auch sein Vereinskamerad Christoph Zahn erkennen mussten, dass die anderen (noch) zu stark sind (Schlutow) oder sie einen gebrauchten Tag erwischten (Studt) oder nicht über das übliche Material verfügten (Zahn). Diese dynamischen Drei waren schnell abgeschlagen und machten die Plätze 10 bis 12 unter sich aus.

Da der 9. Platz auch der erster Absteigerplatz sein würde, war klar, dass es einen der Arrivierten erwischen musste. Letztlich war dies Stephan Grußendorf (SV Nord-West Rostock), der mit 5:6 Siegen unter dem Strich stand. Ein Sieg mehr und er wäre gerettet gewesen. Das "Endspiel" hatte er gegen Ulrich Creuznacher (TSV Rostock Süd), die bei ihrem Aufeinandertreffen beide eine Bilanz von 5:5 hatten. Aber Grußendorf schon den ganzen Tag nicht das übliche Händchen. Früh war die Luft raus und für den Nord-Westler war sie aus die Maus.

Es war eine wahrhaft enge Angelegenheit. Ein Sieg weniger und auch die Kollegen Marco Roos, Holger Radloff (beide SV Nord-West Rostock) oder Mathias Scheel hätten den Gang nach unten antreten müssen. Alle hatten am Ende eine 6:5-Bilanz vorzuweisen. Aber, und das zeigt wie eng Glück und Pech zusammenlagen, mit einem Sieg mehr auf dem Konto hätte man aufsteigen können. Denn mit 7:4 Siegen rangelten Ralf Göllnitz (TTA Gremmelin) und Andreas Dudek (SV Nord-West Rostock) um den dritten Platz, der den Aufstieg in die Bezirksrangliste A bedeutete. Das direkte Duell gewann Göllnitz, dem wie auch Jan Sanmann (TSV Rostock Süd) ein super Start mit 5:0 Siegen gelang, mit 3:1. Eine schwache zweite Turnierhälfte, eingeläutet durch die 1:3-Niederlage gegen "Dideldaddeldu" Creuznacher, vermasselte dem Gremmeliner aber den Aufstieg. Dudek fing ihn noch ab, brauchte aber im letzten Spiel gegen Sanmann noch einen Satzgewinn. Er machte gleich zwei und die Sache war geritzt. Gewusst hatte Dudek von der Rechnerei aber nichts. Genauso wenig wie Creuznacher, der zuvor gegen Dudek nach 2:1-Führung nach 2:3 verlor, und damit selbst die mögliche Dudek-Endplatzierung verpasste.

Ganz oben spielte Sanmann für sich alleine. 11 Spiele. 11 Siege. Alle Fünfsatz-Matches gewonnen. Was will man mehr? "Noch einen Satz mehr, dann hätte ich heute 50 Sätze gespielt", mochte Sanmann zwischen der in der Umkleide geführten Bundespräsidenten- und Bundeswehrdebatte hören. Ganz dem Motto: "Jedem das Seine und mir das Meiste". Sieben Marathonspiele verlangten Sanmann viel ab, sodass auch Krämpfe das letzte Spiel gegen Dudek kennzeichneten. Viel länger durfte das Turnier nicht gehen. Er hielt auch diesen Belastungen stand. Tolles Turnier, bei dem er an so mancher scharfen Klippe erfolgreich vorbei manövriert ist. Nicht auszurechnen, wenn Sanmann gleich zu Beginn gegen seinen "Lieblingsgegner" Creuznacher verloren hätte. Verdienter BRLB-Sieger. Chapeau!

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Paul Wollmann reihte sich auf der zweiten Position ein. Neun Siegen standen zwei Niederlagen gegenüber, die er sich gegen Sanmann und Göllnitz einfing. Da stand Wollmann noch 2:2 und machte sich Sorgen um das Turnierziel. Warum eigentlich? Danach lief's doch wie am Schnürchen. Hinten k... die Ente. Sieben Siege in Folge machten den Aufstieg des Neu-Südlers perfekt.

Zweimal Süd und einmal Nord-West heißt dreimal Rostock. Viel Erfolg den Siegern und Kopf hoch an die Verlierer! 

Alle Ergebnisse im Überblick.

 

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