Pokal: Süd 4 und Süd 5 eine Runde weiter – Süd 3 scheidet kurios aus
27. November 2017   By:    Turniere   No Comment

Am Samstag, den 25.11., wurde die 1. Runde im Landespokal für Vereinsmannschaften ausgetragen. Zwei von drei angetretenen Süd-Teams kamen weiter. Süd II trat nicht an.

Beginnen wir mit der Bezirksebene. Einerseits weil der Arbeitstag für Süd V von allen beteiligten Süd-Teams am schnellsten zu Ende war. Andererseits weil der Spannungsbogen an anderer Stelle größer sein sollte. In der Vorrunde hatten Alexander Marschner, Peter Manfred Wolf und Stadtliga-Ersatzmann Christian Neukammer in Trinwillershagen ein Pflichtspiel und ein „Freundschaftsspiel“. Die Pflicht wurde beim 4:1 gegen Ribnitz-Damgarten (Bezirksklasse) erfüllt. Damit war man bereits Gruppensieger und für die nächste Pokalrunde qualifiziert, denn eine K.o.-Runde mit Halbfinale im Überkreuzvergleich wurde nicht gespielt. Die Kür gegen Trinwillershagen, seinerseits Sieger der Parallelgruppe, ging mit 3:4 verloren. Einer freute sich trotzdem, weil er „seit 1,5 Jahren heute wieder mal einen sehr guten Tag“ hatte. Glückwunsch, Alex – zum Weiterkommen und diese mentale Red-Bull-Dusche.

Auf Verbandsebene traf die Vierte (Carsten Tesing, Stefan Lauterbach und Steven Köpcke) in Kröpelin auf die gastgebende 1. Mannschaft sowie auf Anklam I (beide Verbandsliga) und Nord-West III (Landesliga Ost). Schwerin IV (Landesliga West) sagte ab, sodass es ein Viererfeld gab, in dem jeder gegen jeden gespielt wurde – fast.  Nachdem die Vierte sowohl Nord-West III (4:1) als auch Anklam I (4:3) bezwang und die Gastgeber ebenfalls ihre ersten beiden Duelle siegreich gestalteten, waren Kröpelin I und Süd IV bereits weiter…das direkte Duell wurde nicht mehr ausgetragen.

Süd III hatte arge Personalprobleme, zögerte indes nicht, die Pokalrunde abzublasen. Rajko Grawert und Hilmar Dzyk fuhren nach Wismar, wo sie auf den gastgebenden Post SV I, Nord-West II und Schwerin II (alle Landesliga) trafen. Trotz der Unterzahl kämpften die Südler um jeden Punkt, Satz und Match. Zählbares trat dabei zunächst nicht hervor. Gegen Wismar I (3:4) und Nord-West II (2:4) wurde verloren.  Gegen Schwerin II gab’s dann aber ein Schauspiel aus der Kuriositätenkiste par excellence. Süd III war zu zweit. Das war klar. Doch Schwerin II aufgrund der Verletzung von Nico Beck aber auch. Da Schwerin Nico Beck nicht aufstellten und er sich auch (formal fürs Protokoll) nicht an den Tisch stellte, ergab sich die Situation, dass das Duell „A3 – B3“ wegfiel sowie die Spiele „A3 – Gatzke“ und „Dzyk – B3“ für den Anwesenden mit 3:0 gewertet wurden. Das allein trug schon genug Kurioses in sich. Damit aber noch nicht genug. Am Ende des Duells stand es nun 3:3 in den Spiele, 10:10 in den Sätzen und (je nach Protokolldeutung, aber höchstwahrscheinlich) 210:210 in den Bällen. Nicht euer Ernst, oder?!

Das Regelwerk war gefragt und man steuerte Abschnitt K „Pokalmeisterschaften“ in der aktuellen Wettspielordnung des DTTB (S. 75) an. Wer nicht nachlesen möchte, dem sei hier folgendes Zitat angeboten: 

„Bei einem wegen Unterbesetzung beider Mannschaften möglichen Unentschieden entscheidet in K.-o.-Runden die Differenz zwischen gewonnenen und verlorenen Sätzen und ggf. Bällen über den Sieger. Ist auch die Differenz der Bälle gleich, entscheidet das Los.“

Doch TTVMV-Sportwart Hans Tamms klärte auf, dass die o.g. Regelung nur bei sog. Entscheidungsspielen (z.B. Überkreuzvergleich bei 2 Vorrundengruppen) oder bei Spielen in einer K.o.-Runde greift. In diesem Fall (Gruppenspiel) wird entsprechend dem Ausgang wie in einer Punktspielrunde gewertet, also auch mit der Möglichkeit eines Unentschiedens (aufgrund der besonderen Situation). Soll heißen, dass das Spiel Süd III gegen Schwerin II mit 1:1 Punkten und 3:3 Spielen für beide Mannschaften in die Tabelle einging. Der Endstand war somit:

  1. Wismar I, 6:0 Punkte, 12:2 Spiele
  2. Schwerin II, 3:3 Punkte, 7:9 Spiele
  3. Nord-West II, 2:4 Punkte, 6:10 Spiele
  4. Süd III, 1:5 Punkte, 8:11 Spiele

 

Es sei angemerkt, dass, selbst wenn es zu einem Losentscheid gekommen und Süd III dort Fortuna auf seiner Seite gehabt hätte, das i-Tüpfelchen in diesem Kuriositätenkabinett für Süd III hätte trotzdem gefehlt. Warum? Auch bei bei einem „3:3-Sieg“ per Los für Süd III wäre Schwerin II aufgrund des besseren Spielverhältnisses als Zweiter in die nächste Runde eingezogen.

Tja, wenn man denkt, es geht nicht mehr, …

Text & Collage: Ulrich Creuznacher
Fotos: Rajko Grawert (3), Björn-Olaf Osmers (2), Andreas Günther (1), Stefan Lauterbach (1) & Ulrich Creuznacher (1)

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