Rekordträchtige Medaillenflut bei den Norddeutschen Meisterschaften der Senioren – Für Süd, für Rostock, für MV
15. März 2018   By:    Turniere   No Comment

Bei den NDM Senioren in Hamburg erkämpften die MV-Cracks 23 Medaillen, darunter 4x Gold, 6x Silber und 13x Bronze. REKORD! So viele Medaillen wurden noch nie seit 1991 ins schönste Bundesland zurückgebracht (bisheriger Rekord: 2012 mit 18 Medaillen). Zudem gab’s noch nie so viele Goldmedaillen wie 2018 (2012: 3x Gold).

Die Rostocker Delegation (Lok, Nord-West und Süd) brachte 15 Medaillen mit in die Hansestadt zurück, darunter einige mit Spieler/innen aus anderen Vereinen, weswegen es besser wäre zu sagen, dass sie an 15 Podestplatzierungen beteiligt gewesen waren (2x Gold, 4x Silber, 9x Bronze).

In Hamburg kämpften für die Süd-Farben Mathias Wähner, Michael Dinse, Ute Dudek, Anja Hoppert-Dinse (alle AK 40), Rajko Grawert, Gabriele Oerlicke-Kirsten (beide AK 50), Birgit Finger, Helga Langschwager (beide AK 60) sowie Marion Geselle (AK 70) und Edith Bruhn (AK 80).

Vorab: Nur Anja und Gabi blieben ohne Plakette, lieferten aber gute bis sehr gute Performances ab. Gabi blieb im Einzelmit 1:2 Siegen in der Vorrunde „hängen“ und schied im Doppel wie Mixed in der Runde der letzten 16 aus. Ob interessant oder nicht: Hier stand jeweils Stefanie Meyer-Goer (TTVSH) auf der gegenüberliegenden Tischseite. Anja blieb leider satz- und sieglos bei ihrer NDM-Premiere. Das änderte sich auch im Doppel (mit Katja Lehmann, Pasewalk) in der R16 nicht. Erst an der Seite des Stralsunders Michael Carls stellte sich dieses kleine, feine Glücksgefühl ein, auch wenn es nicht zum Einzug in die R32 reichte – 2:3 gegen Molatta / Brinke (TTVSH), die eine Runde später einer anderen MV-Paarung unterlagen. Dazu dann gleich. 🙂

Eine goldene Plakette ging an Ute Dudek im Ü40-Doppel-Wettbewerb mit Antje Audörsch (Hagenower SV). Sie bezwangen Burkert / Bratvogel (BeTTV) mit 3:0 im Endspiel (7, 10, 9) nachdem sie das Halbfinale gegen Molatta / Brinke (TTVSH) erst mit 12:10 im fünften Satz für sich entscheiden konnten.

Marion Geselle gelang das, was Mathias Wähner 2012 in der AK 40 erstmals für MV gelang: Gold im Einzel. Sie bezwang sie alle – ihre Finalgegnerin Marianne Kerwat (BeTTV) sogar zweimal. In der Vorrunde genügten drei Sätze, im Finale mussten fünf über Gold entscheiden (darunter ein 11:0 im 2. Satz – „Ist halt so gekommen“, so Marion). Wie im Halbfinale drehte Marion ein 1:2 und krönte ihr bestes NDM-Turnier fernsehreif mit einem ausgegrabenen Hingucker aus der weiten, tiefen Vorhand. Marianne fair: „Glückwunsch, du warst besser.“ Interessant: Im Viertelfinale standen insgesamt fünf (!) MV-Spielerinnen. Eine asymmetrisch Belastung der Schulter-Nacken-Region aufgrund „nur“ einer Medaille wurde durch die Bronzene im Doppel (mit Christiane Scharlau, TSV 1860 Stralsund) „verhindert“ und gleichzeitig die Medaillen Nummer 11 bis 12 – fast Süds/Rostocks Beste, fast.  

Schwere bis mittelschwere Überraschungen waren die Silberränge von Rajko „Fredi“ Grawert im Doppel an der Seite des Schweriners Christian Becker (TTC Schwerin) und das Medaillen-Triple von Birgit Finger. Fredi und Christian scheiterten erst im Finale an den an Position 2 gesetzten Kirsten-Brüdern, Erik und Holm (TTVB), in drei spannend geführten Sätzen (-11, -8, -5), nachdem sie im Halbfinale das topgesetzte Berliner Duo Adolph / Kowalski mit 3:1 bezwangen (7, -5, 9, 8).

Birgit gewann ihre NDM-Medaillen Nummer 6 bis 8. Darunter war die bemerkenswerte Silberne im Doppel an der Seite ihrer Schwester Helga Langschwager. Bereits 2003 (damals in der AK 40) gewannen beide schon einmal Edelmetall (Bronze) – für beide damals die Podestpremiere. Dem nicht genug holte sich Birgit ihre erste Plakette im Einzelwettbewerb. Etwas mühevoll in der Vorrunde (1:1 Spiele) gestartet, aber als Zweite weiter, schaltete sie im Medaillenspiel Dr. Carmen Petry 3:0 (TTVSH; 6, 5, 5) aus. Das Halbfinale zur Endstation machte ihr die Hamburgerin Gabi Braun beim 0:3 (-11, -6, -7). Das Triple wurde durch Bronze mit Langzeit-Senioren-Doppelpartner Jörg Möller (SV Nord-West Rostock) perfekt. Dies schaffte vor und mit ihr nur Lieselotte Raese (2001), Christine Lübbe (2010, 2015 & 2017), Mathias Wähner (2012 & 2014), Edith Bruhn (2012), Helga Goldenbogen (2012), Siegfried Mönke (2016) und nun auch Gerhard Flohr (2018).

Unsere bald 88-Jährige Edith wurde gleich zweimal Silber um den Hals umgehängt – im Einzel und Mixed. Im Einzel unterlag sie ihrer einzigen Kontrahentin Anneliese Bischoff in drei Sätzen. Ihr und ihrem Partner Helmut Voß (beide HaTTV) unterlag sie zusammen mit Gerhard Flor vom TTC Hanseat Wismar in fünf Sätzen. Mit nun 14x Edelmetall (1x Gold, 7x Silber, 6x Bronze) ist sie nicht nur Süds, sondern auch Rostocks erfolgreichste Medaillensammlerin bei den „Norddeutschen“ – mehr hat nur Christine Lübbe (24 Medaillen: 3x Gold, 5x Silber, 16x Bronze).

Wen haben wir vergessen? Genau: Unsere Mit-Vierziger Mathias „Auge“ Wähner und Michael „Michi“ Dinse. Sie sammelten ein identisches Medaillenpaket – Bronze im Einzel und Seite an Seite im Doppel. Für Auge waren es die Medaillen 10 und 11 (2x Gold, 3x Silber, 6x Bronze) in sechs Jahren Senioren-Zugehörigkeit. Damit ist er Rekordhalter in MV. Saubere Leistung.

Beide „pflügten“ mit drei Siegen durch die Vorrunde und durch die ersten K.o.-Runden. Auge schlug dabei den für Viele überraschend ins Viertelfinale vorgestoßenen Stralsunder Michael Carls 3:0. Michi schlug in derselben Runde Gerrit Weber (HaTTV). Am dichtesten dran am Finale war dann Michi, der gegen Stephan Köpp (BeTTV) zweimal den Satzausgleich schaffte, aber sich trotzdem in fünf Sätzen geschlagen geben musste (-10, 8, -9, 7, -5). Die Ergebnisse deuten an, dass hier der Schlüssel im Schloss schon steckte. Schade. Auge verlor gegen Jan Hermann, den topgesetzten Berliner, der dann dem an Position 2 gesetzten Köpp im Endspiel unterlag (1:3). In der Doppel-Konkurrenz war das spätere Siegerduo Weber / Hundhausen (HaTTV) unknackbar (0:3), Bronze aber das zweite in Folge für beide im zweiten Anlauf.

Fredi hat mal wieder die Nacht zum Tag und den Tag zur Nacht gemacht und ein Video erstellt. Schlaf ist überbewertet. Seht hier sein Video. Ach, ist „Fredi“ nicht bescheiden: „Das Video besteht lediglich aus ein paar Handyvideos und Bildern…also kein professioneller Anspruch. Trotzdem dachte ich mir, dass der diesjährige Erfolg noch etwas von einer kleinen medialen Welle getragen werden sollte. 😉 Ja, Fredi, diese Welle muss und soll geritten werden.

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Alle Medaillengewinner aus anderen Rostocker Vereinen:

  • Jörg Möller, SV Nord-West Rostock (AK 60): Bronze im Mixed (Birgit Finger).
  • Holger Radloff, SV Nord-West Rostock (AK 60): Bronze im Doppel (Peter Mauermann, TTSV 90 Neubrandenburg).
  • Klaus Kluth, ESV Lokomotive Rostock (AK 70): Bronze im Einzel und Doppel (Ulrich Kraft, Hagenower SV).

Die Ergebnisse.

Text: Ulrich Creuznacher
Foto & Video: Rajko Grawert

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