Wichtiges Wochenende. Wichtige Punkte – Süd-Damen spielen Remis bei Poppenbüttel III (7:7) und Kaltenkirchen (7:7)
26. Februar 2019   By:    Punktspiele, Punktspiele 2018/19   Comments are off

Zwei verschenkte Siege oder zwei abgewendete Niederlagen, wie man es auch nennen will, am Ende standen zwei Unentschieden auf der Anzeigetafel. Und so kam es dazu:

Am sonnigen Samstagmorgen trafen sich Sandy, Sophia, Claudia, Florian und ich (Lea) am Startpoint „Süd-Arena Rostock“, etwas später als geplant, denn die Nr. 2 der Gastgeberinnen war in der Nacht zuvor am Moskauer Flughafen gestrandet. Somit konnten wir etwas länger schlafen und Poppenbüttel dank Ersatzflug vollständig antreten.

15 Uhr starteten wir in die Doppel und das lief ziemlich gut. Sandy und Sophia machten kurzen Prozess (3:0), ganz im Gegenteil zu Claudia und mir. Es war unser erstes Doppel, das wir zusammen bestritten, aber dafür lief das Ganze ganz gut. Wir brauchten zwar die vollen fünf Sätze zum Sieg, aber am Ende zählt der Punkt und den konnten wir holen.

Sandy und Sophia ließen beide bis auf einen Satz nichts anbrennen und konnten die Führung auf ein 4:0 ausbauen. Claudia knüpfte daran gut an und hat in 3 Sätzen den 5. Punkt geholt. Mir fiel das etwas schwerer. Im Doppel traf ich noch alles und im Einzel schlug ich nur noch am Ball vorbei. Der Stecker war bei mir gezogen. Ich greife mal voraus – einen Punkt konnte ich im Einzel nicht mehr beitragen.

Sophia aber baute die Führung weiter aus. 6:1! Bei Sandy lief es leider nicht so rund. Trotz 2:1-Führung musste sie leider Opitz gratulieren. Dazu kamen Niederlagen von Claudia und mir und der Vorsprung schwand dahin. Nur noch 6:4. L

Sandy kämpfte sich wieder in den 5. Satz, doch auch hier sollte es leider nicht reichen. Bei Claudia und mir kamen die Niederlagen schneller und somit lagen wir an diesem langen Spieltag zum ersten Mal mit 6:7 zurück. So schnell kann es gehen. Am Ende war es Sophia, die uns das Unentschieden schenkte, kurzer Prozess, 3:0. Großen Dank und Respekt an dieser Stelle, Sophia. :-)

Es fiel uns natürlich ein riesen Stein vom Herzen. Trotzdem war die Enttäuschung ein kurzer Begleiter, denn nach so einer Führung hatten wir uns alle etwas mehr erträumt. Claudia und Florian fuhren dann wieder zurück nach Rostock (großes Danke an dieser Stelle auch an Florian fürs Fahren und mit Dabeisein J) und Sandy, Sophia und ich düsten nach Lübeck, wo uns Lisa in Empfang nahm.

Nach reibungslosem Check-In im Ibis (vielen Dank an Tilo Kaiser von Ibis Rostock „Am Stadthafen“ für die Organisation der Zimmer und an Ibis Lübeck für die tolle Unterbringung) gingen wir auf die Suche nach etwas Essbarem (fanden das auch) und kugelten anschließend zurück zum Hotel für unseren Schönheitsschlaf. J Am nächsten Morgen konnten wir gut gelaunt und mit neuer Kraft nach Kaltenkirchen fahren.

Gegen „Kaki“ liefen die Doppel, aber nicht so gut wie am Vortag. Sandy und Sophia erneut 3:0, bei Lisa und mir auch, nur halt genau anders herum. Wir waren keinesfalls chancenlos, auch wenn man das bei einem 0:3 vielleicht denken mag, aber das Glück lag bei jedem Satzende mehr bei den Kaltenkirchnerinnen.

Ab diesem 1:1 lief es dann holpriger als noch am Samstag. Sophia hatte es leider nicht geschafft gegen Dallmeier-Tießen zu gewinnen, obwohl sie stark gekämpft hat und es sehr enge Sätze waren. Auch bei Sandy wollte der Funke nicht ganz überspringen (1:3 gg. Kabel). Ich war noch leicht angesäuert vom Vortag und dem Fakt, dass ich mich schon wieder mit den Butterfly-Bällen auseinandersetzen musste (ich verstehe nun komplett, was Heimvorteil bedeutet). Ich habe zwar zumindest den Ball wieder getroffen und versucht, mich ins Spiel zu kämpfen, doch der Tischtennis-Gott mochte uns/mich wohl nicht so und zauberte Unmengen an Netzbällen hervor. Lisa ließ sich davon aber nicht beeindrucken und konnte uns zumindest wieder etwas näher bringen, somit stand es 2:4.

Während Sandy wie auch Sophia in den 5. Satz gegen Dallmeier-Tießen musste und auch hier das Quäntchen Glück gefehlt hat, konnte Sophia den dritten Punkt holen.
Lisa und mir gelang anschließend der Ausgleich auf das 5:5, die Bälle kullerten zwar weiter fröhlich übers Netz auf unsere Tischhälfte, aber die zwei Punkte haben wir uns trotzdem erkämpft.

Sandy ließ dann in ihrem 3. Einzel nichts mehr anbrennen, nach zwei knappen Niederlagen für sie wahrscheinlich wie eine Befreiung und für uns kurzzeitig die Führung, 6:5.

Lisa und ich standen nun parallel am Tisch. Ich konnte nur manchmal kurz rüber linsen, aber das hat mein Herz so schnell schlagen lassen, dass ich es dann lieber bleiben ließ. Wir beide führten irgendwann mit 2:0. Ich konnte mir den ersten Satz mit 18:16 sichern und im Zweiten daran sehr gut anknüpfen. Kabel stellte sich dann jedoch taktisch um, das wollte ich mir eigentlich nicht gefallen lassen, aber am Ende hat es dann doch funktioniert und Kaltenkirchen hatte den 6. Punkt.

Lisas 2:0-Führung sollte leider auch nicht halten. Lisa vergaß offenbar kurz, dass die Sätze bei 11 enden und nicht mehr bei 21, aber die 21 Punkte erreichte Dallmeier-Tießen dann doch früher und so stand es 2:1. Der 4. Satz war anschließend schneller vorbei als uns allen lieb war und damit fand sich auch Lisa im Entscheidungssatz wieder. Dieser wurde erneut enger, aber leider sollte es auch hier einfach nicht gut für uns ausgehen. Erneuter Sieg im 5. Satz für Dallmeier-Tießen und für uns somit schon wieder 6:7 vor dem letzten Spiel.

Aber unsere Top-Sophia konnte das alles wieder regeln und holte uns das zweite Unentschieden und den zweiten Punkt an diesem Wochenende.

Es war ein wichtiges Wochenende, das war uns allen vorher klar. Ein Punkt oder gar keiner wären angesichts der engen Tabellensituation schon sehr kritisch gewesen. Aber auch wenn vielleicht zwei Siege möglich gewesen wären, können wir mehr als zufrieden mit den Ergebnissen sein. In der Hinrunde gaben wir je zwei Punkte an Poppenbüttel (5:8) und Kaltenkirchen (6:8) ab, nun hatten wir in der Fremde je einen geholt.         

Wir bleiben weiterhin auf dem 4. Tabellenplatz. Da fühlen wir uns offenbar ganz wohl. Jetzt haben wir zwei Wochenenden Pause, bevor es am 16./17.03. zur letzten Auswärtstour der Saison geht.

Text: Lea Piontkowsky
Foto: Rajko Grawert