Glückwunsch: Punktlandung auf der letzten Auswärtstour der Süd-Mädels – Dem 4:8 bei Kellinghusen II folgt das klassenerhaltbringende 7:7 bei Elmshorn
21. März 2019   By:    Punktspiele, Punktspiele 2018/19   Comments are off

Für die Mädels standen in der Verbandsoberliga Nord am vergangenen Wochenende die zwei letzten Auswärtsspiele in dieser Saison auf dem Plan.

Mit einem munteren Fahrer (ein großes Dankeschön schon an dieser Stelle an Florian für das Kutschieren und die Unterstützung vor Ort), den drei „Verschnupften“, Sandy, Claudia und Lisa Marie, sowie mich (Sophia) ging es nach Kellinghusen und Elmshorn.

In der Hinrunde gewannen wir beide Spiele recht souverän, weshalb wir gerade an diesem Wochenende wieder mit Punkten nachhause fahren wollten. Mittlerweile wissen wir aber alle, wie sehr diese Liga auf Überraschungen abfährt. ;-)

Dank Arvids Berechnungen wussten wir, dass wir nur noch einen Punkt für den Klassenerhalt benötigen würden – dementsprechend stand unser Minimalziel fest. In Kellinghusen (Hinspiel 8:2) sollte uns dies aber schon mal nicht gelingen:  

Samstag 12 Uhr war hier Aufschlag. Während Claudia und Lisa Marie ihre gemeinsame Doppel-Premiere gaben, wollten Sandy und ich unsere Siegesserie fortsetzen. Die Aufstellung der Doppel ist ja bekanntlich jedes Mal ein Pokerspiel, weshalb wir uns dieses Mal so aufstellten, dass Sandy und ich das Doppel 2 bildeten. Wir gewannen ohne große Probleme 3:0 gegen Göhrke/Fritz. So trafen Claudia und Lisa Marie gegen Liebold/Lackmann auf das stärkere Doppel. Wie stark Liebold, die eigentlich in der 3. Bundesliga an der 4. Position spielt, tatsächlich ist, sollte sie uns noch im weiteren Spielverlauf zeigen… Trotz Doppel-Debüt schlugen sich unsere Beiden gut und konnten sich nach einem 1:0 Rückstand noch den Ausgleich erkämpfen. Das eingespieltere Kellinghusener Doppel konnte dann aber die nächsten zwei Sätze (-6,-8) gewinnen. Wir gingen mit einem 1:1 in die Einzelrunden, also kein Grund zur Beunruhigung.

Die erste Einzelrunde an meiner (Sophias) Platte war absolut kein Hingucker. Ich ging gegen die Nr. 1 Liebold chancenlos unter und verlor 0:3 (-6,-1,-2). Dabei schenkte sie mir im letzten Satz noch die zwei Punkte, damit kein 11:0 auf dem Zettel stand. Deutlich spannender war das Spiel an der anderen Platte bei Sandy. Hier ging es in den entscheidenden 5. Satz. Insgesamt war dieses Match ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem sich beide mit den Satzgewinnen abwechselten – mit dem besseren Händchen für Sandy, da sie im finalen Satz an der Reihe war zu gewinnen und den 2:2-Zwischenstand herstellte. Auch nach den nächsten zwei Partien sollte wohl keine Mannschaft in Führung gehen. Bis auf einen schnellen letzten Satz (-1), nach welchem Lisa Marie ihrer Gegnerin zum Sieg gratulieren musste, lieferte sie sich recht knappe Sätze gegen die Nr. 3 Lackmann. Dabei vergaßen beide Spielerinnen im dritten Satz, dass 21er Sätze längst out sind. ;-) Keine der beiden wollte mehr ein Risiko eingehen und zitterte sich tatsächlich bis zum 21:19. Ganz zur Freude der Zuschauer, die mit Spannung jeden Ball verfolgten. Dieser lange Satz ging an Lisa Marie und entlockte ihr einen lauten Jubelschrei.

Claudia beendete die erste Runde mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen ihre Namensvetterin Claudia Göhrke. Auch wenn sie sich in einem Satz bis in die Verlängerung treiben ließ, wirkte sie dennoch zu jedem Zeitpunkt des Spiels sicher und konzentriert, sodass sie verdient gewann. Zwischenstand: 3 zu 3.

Leider war dies der letzte knappe Spielstand, denn von nun an gingen die Punkte an Kellinghusen. Nur noch Sandy konnte gegen Lackmann nach klarem 3:0 noch einen Punkt für unsere Seite erspielen. Vorher konnte auch sie leider nichts gegen die Spielweise von Liebold ausrichten, obwohl sie fast mit dem ersten Satz in Führung gegangen wäre (-10, -3, -3). Auch Claudia war machtlos gegen die Drittligistin. Ich verlor leider oben auch mein zweites Spiel, diesmal gegen Fritz. Ich holte zwar noch einen 0:2-Rückstand auf, kam dann aber im 5. Satz nicht über vier Punkte hinaus. Auch unten gelang uns kein weiterer Punkt mehr, sodass es am Ende leider 4:8 aus unserer Sicht hieß. Kellinghusen war gut aufgestellt und insgesamt an diesem Tag irgendwie als Team nicht wirklich zu knacken.

Wir nahmen uns abends bei griechischem Essen und griechischem Wasser vor, es morgen besser zu machen. Wir gönnten uns genug Schlaf, damit die Schnupfnasen sich etwas auskurieren konnten. Vielen Dank an Tilo Kaiser vom Ibis Hotel „ Am Stadthafen“ in Rostock für die Organisation des Ibis in Lübeck.

7:7 gegen Elmshorn oder Der Klassenerhalt war perfekt.

Sonntag ging es nach Elmshorn (Hinspiel 8:4 für uns). Wir trafen hier auf unseren direkten Verfolger. Etwas Glück hatten wir durch den Vortag hier schon auf unserer Seite, denn Elmshorn verlor gegen den Tabellenletzten aus Stockelsdorf (3:8), sonst wären sie am Samstagabend noch an uns vorbeigezogen. Elmshorn spielte in ähnlicher Aufstellung wie in der Hinrunde, sodass wir auf bekannte Gesichter trafen. Leider konnten wir in den Doppeln nichts Zählbares mitnehmen. Wir stellten Claudia und Lisa Marie wieder als Doppel 1 auf. Leider kamen sie gegen Zuna/Wieckhorst nicht ins Spiel und verloren 0:3. Auch Sandy und ich kamen gegen Mohr/Heinrichs nicht in unser sonst so flüssiges Doppelspiel (Sandy traf gut, ich hingegen einfach so gar nicht) – unsere bisher weiße Weste war dies nun nicht mehr und wir unterlagen 1:3.

Wir lagen nun mit zwei Punkten zurück, keine gute Basis, aber es war ja noch ein weiter Weg zu gehen. Lisa Marie sorgte dafür, dass Florian nicht unser einziger Fan blieb und lud zwei Verwandte nach Elmshorn ein, die mit anfeuerten. Nach zwei Niederlagen am Vortag, konnte ich das erste Einzel am Sonntag 3:1 für mich entscheiden, obwohl es nach den ersten Bällen so aussah, als würde Berit Zuna heute keine Fehler machen wollen. Wie auch gegen Kellinghusen wollte Sandy es in ihrem ersten Einzel wieder einmal spannend machen und bot ein umkämpftes Spiel gegen Regine Mohr. Wieder ging es in den 5. Satz. Hier scheiterte Sandy trotz Kampfgeist nur ganz knapp mit 9:11. Somit führte Elmshorn mit 3:1. Sie bauten die Führung noch auf 4:1 aus, nachdem Lisa Marie mit Schmerz im Arm ihrer Gegnerin Heinrichs nach klarem 3:0 abklatschen musste.

Nun war Claudia an der Reihe und die Hoffnung groß, dass wir den Anschluss nicht noch mehr verlieren würden. Claudia trübte unsere Hoffnung keineswegs und fuhr gegen Wieckhorst ein 3:1 ein. Die Sätze gestalteten sich wieder recht knapp (+9,+10,-9,+9), dennoch hatte man wieder einmal das Gefühl, dass Claudia alles unter ihrer Kontrolle hat, egal wie eng es wurde…aber kein Wunder, bei der Ruhe, die sie ausstrahlt. Diese Ruhe würde manch anderer Dame aus unserer Mannschaft wohl auch immer mal ganz gut tun. :-) Claudia verkürzte auf 4:2, die Lücke nun nicht mehr ganz so groß.

Sandy und ich taten es ihr nach und holten uns den Ausgleich. Sandy überzeugte bei einem 3:0 gegen Zuna und ließ nichts anbrennen, das Zittern bis in den 5. Satz blieb uns vorerst noch erspart. Vorerst, genau. Nachdem Sandy knapp im Fünften gegen Mohr verlor, die ihre Gegner wie eine Wand mit sicherem Block zur Verzweiflung bringt, schaffte auch ich es bis in den Entscheidungssatz. Auch hier war es ein umkämpftes Spiel und wie auch bei Sandy ging mir beinahe die Puste aus. Im entscheidenden Satz lag ich schon 6:10 hinten, hatte dann eigentlich innerlich schon aufgegeben. Doch auch Regine Mohr bekam Nervenflattern, sodass mir doch tatsächlich noch der Sieg gelang!

Nun durfte Claudia wieder ran. Sie machte so weiter wie bisher, behielt wieder einmal die Oberhand, spielte clever und sorgte dafür, dass wir an diesem Wochenende erstmals in Führung gingen. So standen auch bei Claudia schon zwei Punkte auf der Haben-Seite. Zwischenstand 4:5 aus der Sicht von Elmshorn. Lisa Marie versuchte ihr Glück gegen Wieckhorst. Ihr gelang es auch der Elmshornerin einen Satz zu entlocken, konnte ihre Linie aber nicht bis zum Ende durchziehen und musste sich mit 1:3 geschlagen geben. Und wieder Ausgleich, 5:5.

Dafür holte Sandy im Anschluss gegen Heinrichs einen sicheren 3:0-Sieg und holte uns die Führung zurück. Von nun kann konnte sie sich ganz auf das Anfeuern konzentrieren. Claudia versuchte gegen Zuna den Ausbau unserer Führung, kämpfte weiterhin und blieb positiv, konnte ihren 3. Sieg an diesem Tag aber leider nicht perfekt machen. Somit 6:6.

Es war wieder einmal spannend und langsam stellte sich wieder dieses Déjà-vu der vergangenen zwei Punktspiele ein. Zunächst versuchte Lisa Marie, uns schon mal das Unentschieden zu sichern, hatte es aber nun mit der so routinierten Regine Mohr zu tun. Diese wusste im ersten Satz zwar gar nichts gegen Lisa Marie auszurichten, aber Mohr stellte sich immer besser auf Lisa Marie ein, wurde wieder sicherer und gewann am Ende nach vier Sätzen.

Nun ging es wieder um Niederlage oder Unentschieden und es hieß Nr. 4 Elmshorn, Wieckhorst, gegen Nr. 2 Rostock, Scheel. Ich wollte für das Team natürlich an die Spiele gegen Poppenbüttel und Kaltenkirchen anknüpfen, wo uns im letzten Einzel das Unentschieden gelang. Wieckhorst spielte sehr stark, war zwischendurch zu meinem Glück aber auch sehr nervös, sodass ihr nicht alles so gelang, wie es vielleicht sonst der Fall gewesen wäre. Wir zitterten beide, es war wirklich eng und wieder einmal konnte ich auch die Ballonabwehr nicht sein lassen. Dennoch, es gelang der 3:1-Sieg und die Punkteteilung besiegelte das Wochenende. Puuhhhh!

Wie Arvid es prophezeite, da war er, der eine Punkt zum Klassenerhalt! Tschoooaaa. Platz 4 gehört weiterhin uns und das ist auch gut so. :-) Nun haben wir noch drei Heimspiele zu absolvieren, auf die wir uns sehr freuen. Super starke Gegner wie Ohe und Bramfeld treffen in Rostock auf uns. Schon am diesem Samstag (23.3.) geht es 16 Uhr gegen Voran Ohe an die Tische. Kommt vorbei, die Männer spielen schließlich parallel in der Regionalliga, es lohnt sich.

Text: Sophia Scheel
Foto: Lisa Marie Schwanz