Stadtmeisterschaften Rostock Damen/Herren – Ein alter und zwei neue Sieger
16. Oktober 2018   By:    Turniere   Comments are off

Zu den diesjährigen Titelkämpfen des Stadtkreises Rostock fanden sich insgesamt 16 Spielerinnen und Spieler beim TSV Rostock Süd ein. Das waren zwei mehr als im Vorjahr (inkl. der Gaststarter).

Aufgrund der kleinen Teilnehmerfelder wurde schon im Vorfeld die Meldefrist „gelockert“. Andernfalls wäre mindestens ein Drittel weniger Akteure (darunter auch der Sieger bei Herren A) vor Ort gewesen. Es ist schade, dass die allgemeine Beteiligung so mau ausfällt – oder ist das nur ein Trugschluss und irgendetwas am Turnier(modus) schuld?!

Toll war, dass 1.) alle Beteiligten einhellig dafür aussprachen, dass unser kolumbianischer Sportfreund Juan David Lopez Montoya in der Herren A Konkurrenz mitspielen konnte. Offiziell spielte Juan außerhalb der Wertung. Und, dass die einzigen „offiziellen“ A-Herren zustimmten, das Feld auf sechs Spieler aufzustocken.

Toll war, dass 2.) alle Beteiligten der B-Herren die drei „versprengten“ Damen in ihr Turnier mit einbanden und so mehr Spiele generierten.

Toll war, dass 3.) alle Beteiligten die Geduld aufbrachten, bis das Turnier endlich startete (10.45 Uhr) und das Jens Dümmer die Protokollierung der Herren A Konkurrenz übernahm.

Vielen Dank an ALLE … auch an die, die fleißig beim Umbauen und Abbauen geholfen haben.

Damen

Hier gab es einen klaren Favoritensieg. Ramona Möller (Süd) setzte sich trotz hiesiger Kopfschmerzen, aber mit nur einem Satzverlust gegen Vereins- und Teamkollegin Lina Grulich (im Vorjahr noch Gaststarterin, 3. Platz) und TT-Novizin Maxi Theres Neumann vom SV Hafen Rostock (spielt noch kein Jahr Tischtennis!) durch. Sie löste damit Susan Laaser als neue Stadtmeisterin ab. Für Ramona war es der zweite Titel in 2018, nachdem sie bereits die Süd-Vereinsmeisterschaft mit Rajko Grawert gewann. Herzlichen Glückwunsch und gute Besserung.

Herren

Zum letzten Mal (so möge es sein) wurden die Herren-Turniere nach dem alten Muster „Landesliga und höher“ (A) und „Bezirksliga und tiefer“ (B) ausgespielt bis dann in 2019 auch hier der QTTR die Einteilung vornehmen soll. Dann dürfen sich die „Exoten“ der B-Herren, wozu auch der Schreiber dieser Zeilen gehört, wohl in einer anderen Klasse wiederfinden (oder an ihrem QTTR massiv geschraubt haben).

Herren A

Jarno Dümmer blieb dieses Jahr ohne Niederlage und gab in fünf Duellen nur drei Sätze ab. Als Lohn für seine Wiederholungstat (gewann auch 2017 den Titel) gab es nicht nur einen weiteren Pokal in seiner beachtlichen Sammlung, sondern auch das begehrte Ticket für die Landeseinzelmeisterschaften (LEM) 2019 in Warnemünde – also vor der Haustür für den Nord-West-Youngster. Herzlichen Glückwunsch

Durch seinen 3:2-Erfolg im direkten Duell gegen Oliver Schütz schob durchbrach Juan quasi die Nord-West-Nachwuchsriege und wurde inoffizieller „Vize-Stadtmeister“ 2018. Als kolumbianischer Staatsbürger (ohne zweite, deutsche Staatsbürgerschaft) musste Juan außerhalb der Wertung mitspielen, da die Stadtmeisterschaft der Herren A als weiterführendes Qualifikationsturnier gilt.

Auf den weiteren Plätzen fuhren „Routinier“ Stefan „Lauti“ Lauterbach (4.), vor zwei weiteren Nord-West-Jungspunden, Daniel Scheffel (ehem. Daniel Schrank, 5.) und Tom Höfer (6.) ein.

Juan ausgenommen, haben sich damit Oliver, Stefan und Daniel ihrerseits ihr Ticket für das Qualifikationsturnier zur Landeseinzelmeisterschaft gesichert. Tom ist der erste Nachrücker.

Herren B

Vorjahressieger Tobias „Tobi“ Franke erwischte keinen guten Tag und schied als Dritter seiner Vorrundengruppe aus dem Medaillenrennen frühzeitig aus. Kleines Trostpflaster: Er nahm dem späteren Sieger, mir, einen Satz ab (11:4 oder so). Ich hielt mich schadlos, wenn auch ohne Glanz, aber der Spagat zwischen Turnierleitung und Spieler. Der Nachsichtigkeit aller Beteiligten hab Dank. Oliver „Olli“ Graewer rutschte durch den 3:1-Sieg über Tobi in die Hauptrunde. Vorgegriffen: Allgemein gesehen spielte Olli ein starkes Turnier, nur zweimal nicht gegen mich. Silvio Robel und Maxi kamen auf den Plätzen 4 und 5 ein, spielten wie Tobi in der Platzierungsrunde weiter.

In der anderen Vorrundengruppe ging es ordentlich zur Sache. Am Ende setzte sich der Setzplatzbeste, Steffen Wegner (Eintracht) ungeschlagen durch. Ihm folgte der Oldie des Tages, Andreé Berndt (Jahrgang 1960), in die Vorschlussrunde. Er unterlag Steffen mit 2:3, gewann aber 3:2 gegen Ralph Rohrmoser, der wiederum Steffen ärgern, aber trotzdem als Verlierer das Nachsehen hatte (1:3). Gegen die beiden Damen im Herren-Feld, Ramona und Lina, hielten sich alle drei „Stammesfürsten“ schadlos – bis auf Steffen, der Ramona unbändige Schuss-Power in einem Satz nicht standhalten konnte.

Unterbrochen von den Siegerehrungen der Damen und Herren A, die damit in den Rest-Sonntag verabschiedet wurden, wurden dann die Halbfinals und die Platzierungsspiele ausgerufen – nicht alle hörten gleichermaßen gut zu.

Die Halbfinals waren schnell entschieden, hatten aber eine mittlere Überraschung parat. Olli nahm Steffen mit 3:0 vom Tisch. Gleiches gelang auch mir gegen Andreé, aber das wurde wohl erwartet, kräftig unterstützt von Fortuna. Sorry, Andreé.

Die Duelle in der Platzierungsrunde brachten in Tobi den Fünftplatzierten (3:0 gg. Ralph), in Lina die Siebtplatzierte (3:2 gg. Silvio) und in Maxi die kampflose Neuntplatzierte (Ramona musste nach der Siegerehrung Damen los) hervor.

Das Spiel um Patz 3 hätte nach drei Sätzen beendet sein können, aber 1.) wurden die Finalspiele über vier Gewinnsätze ausgespielt und 2.) sah Steffen sein Trainingspensum als noch nicht erfüllt an. Andreé kam zurück und bis in den siebten Satz. Bei 10:6 für Steffen durfte Andreé noch zweimal punkten, mehr nicht.

Da war das Finale schon vorbei. Das wurde zwar am schönsten Tisch (weil noch nach vier Jahren am besten erhalten) ausgetragen. Das war fast das einzig Schöne an diesem Finale, denn ansehnliche Ballwechsel waren Mangelware. Olli fällte etliche Fichten, die aber auf seine eigenen Füße fehlten, ich durfte mich zumindest über meine Defensivarbeit und den einen oder anderen passablen Angriffsschlag freuen. Ein Finale eben. Gut, dass die meisten schon weg waren? :-)

Vielen Dank an Andrée, der die Siegerehrung bei den Herren B übernahm und zur „Belohnung“ auch mal eine Hand am Pott halten durfte. :-)

Die Ergebnisse.

Text: Ulrich Creuznacher
Fotos: Tobias Franke