Alles ist möglich – 1. Herren verliert gegen den Letzten Hertha III (7:9), glückt aber die Revanche in Schnelsen I (9:6)
24. Februar 2020   By:    Punktspiele 2019/20   Comments are off

Für die erste Herren-Mannschaft des TSV galt es, am Wochenende wichtige Punkte im Rennen um den zweiten Platz in der Oberliga Nordost zu erringen.

Am Samstag starteten wir gegen den vermeintlich leichteren Gegner, das Tabellenschlusslicht Hertha III, vor heimischem Publikum. Wir spielten in üblicher Formation mit Tomek, Til (mir), Daniel, Chris und Felix. Nur Jarno ergänzte unser Team an Position Sechs für Auge.

Nun aber los mit den Doppeln! Tomek und Daniel siegten souverän und auch Felix und mir gelang das Break gegen das gegnerische 1er Doppel. Nur Chris und Jarno konnten ihre 2:0-Satzführung nicht ins Ziel retten und mussten im Entscheidungssatz gratulieren.

Also 2:1 nach den Doppeln, und wie bekannt hieß es jetzt: Führung halten. :-)

Und das machten wir in der ersten Einzelrunde auch exakt, da in jedem Paarkreuz genau ein Einzel gewonnen werden konnte. Erste Kuriosität hierbei: Felix verlor einen Satz mit 0:11, gewann aber alle anderen. :-D … *Verrückt*. Oder Ulis Weisheit kam zum Tragen: Lieber dreimal 11:9 als einmal 11:0 gewinnen.

Wir lagen also weiterhin in Front, aktuell mit 5:4. Tomek erhöhte sicher mit 3:0 auf 6:4 für uns, doch dann folgte die harte Wende, denn sowohl ich, Daniel als auch Chris unterlagen im fünften Satz, wobei Ich mit 2:0 und Daniel und Chris jeweils schon mit 2:1 vorne lagen. Bitter, so kurz vor Schluss der erste Rückstand. Doch Felix lieferte im unteren Paarkreuz noch einmal ab und blieb dort weiter ungeschlagen. 7:7!

Jetzt war alles möglich. Jarnos Einzel und das letzte Doppel entschieden über Sieg, Niederlage oder Unentschieden. Ein Punkt muss doch mindestens möglich sein. Das dachten wir. Doch es hat nicht sollen sein. So war die Stimmung der Mannschaft bei 7:9 am Tiefpunkt angelangt.

Nur die Niederlage von Schnelsen (6:9 gg. Bargteheide II), neben Geltow ein direkter Konkurrent um Platz 2 und morgigem Gegner, war ein kleiner Hoffnungsschimmer. Also Kopf hoch und morgen Vollgas geben.

Sonntag dann also auf zur TuS Germania aus Schnelsen – für alle außer Felix und Auge, welcher Sonntag wieder mit am Start war, ein Debüt in dieser windigen Hamburger Halle. 

Und gleich nach dem Einspielen der erste Schock, zumindest für mich. Denn Dank genauer Schlägerkontrolle des Oberschiedsrichters durften ich und ein Schnelsener nicht mit unseren Schlägern spielen. So musste ich zum ersten Mal überhaupt zum Ersatzschläger greifen, der glücklicherweise genehmigt wurde.

Die Doppel blieben, wie gehabt in dieser Saison und Tomek und Daniel zeigten auch gleich warum, da sie uns wie so oft mit 1:0 in Führung brachten. Felix und Ich verloren etwas unglücklich nach 2:0 noch im fünften Satz, wobei im Gegenzug aber Chris und Auge nach 0:2-Rückstand noch gewannen. :-)

Tomek legte nach und hätte ich Trottel einen meiner beiden Matschbälle genutzt, wären wir schon mal gleich mit 4:1 davon marschiert. Naja… so halt ein 2:3. Doch jetzt spielten die Gastgeber stark auf und konnten alle weiteren Einzel der ersten Runde für sich entscheiden.

Zack! Es stand 3:6 und wir guckten nicht schlecht. Mit einer Niederlage heute wären die Ambitionen auf den zweiten Platz so gut wie dahin.

Doch heute gelang uns die furiose Aufholjagd – nicht die erste der Saison – und von den sage und schreibe sechs Einzeln der zweiten Runde gewannen wir alle. Somit stand das Endergebnis mit 9:6 fest – nebenbei die geglückte Revanche für die Hinrundenniederlage in gleicher Höhe.

Hierbei muss nochmal erwähnt werden, dass nur eines der insgesamt 15 Spiele mit 3:0 entschieden werden konnte und genauso erlebten wir es auch. Alle Spiele waren ein harter Kampf und wahnsinnig eng, so dass wir heilfroh waren, am Ende die zwei Siegpunkte mitgenommen zu haben.

Trotzdem ist im Rennen um den Relegationsplatz noch nichts entschieden, auch wenn Schnelsen nun vielleicht abgeschlagen ist, liegt es jetzt an uns und der SG Geltow, wer sich den Vizetitel schnappen wird.

Text: Til Puhlmann
Titelfoto: Rajko Grawert