Die „Erste“ macht es spannend und muss hoffenhoffen – Drei Punkte gegen Hertha II (9:7) und Preetz (8:8) könnten zu wenig sein
11. März 2020   By:    PS 19-20 Archiv   Comments are off

„Nichts für schwache Nerven“ hieß es erneut für die Oberliga Herren am Wochenende. Samstag gegen Hertha II und Sonntag gegen den Preetzer TSV wurden alle möglichen Spielpaarungen ausgenutzt.

Wir gingen in beide Partien mit unserem Stammsechser an die Tische. Gegen die „Alte Dame“ von Hertha II erkämpften wir uns im Hinspiel noch ein 8:8. Das es auch im Rückspiel knapp zugehen würde, war uns im Vorfeld bewusst. Diesmal hatten wir aber das glücklichere Ende auf unsere Seite. Über die Spielstände 2:4, 6:4, 6:7 kamen wir zu einem 9:7-Heimsieg. Insgesamt wurden sieben Fünfsatzspiele ausgefochten, vier gingen an uns und damit ein letztes Indiz für dieses enge Spiel. Verlass war erneut auf das untere Paarkreuz mit Felix und mir (Auge), auch wenn es auf der Zielgeraden bei uns beiden kribbelig wurde. „Tomek“ zweifach blütenrein: zwei Siege im Doppel und Einzel. Bockstark. Zwischenfazit: Wir durften weiter von Platz 2 träumen.

Nach gemütlichem Abendessen, waren alle heiß, gegen den Preetzer TSV erneut zwei Punkte zu holen. Unsere Gäste stecken voll im Abstiegskampf und waren hochgradig gewillt, uns zu ärgern. Nach 0:3-Rückstand aus den Doppeln und einem 3:8 sah es für uns auch nicht gut aus – und das ist mächtig untertrieben. „Ich dachte, das Ding sei weg“, meinte Felix. Zumal Daniel gegen Christof Brüning auch noch 0:2 hinten lag. Um metaphorisch in den Box-Sport zu wechseln: Süd war stehend k.o., aber nicht einmal ein Lucky Punch hätte ausgereicht. Man muss auch sagen, dass die Preetzer sich den 9. Punkt auch verdient hätten, weil wir auch durch die Bank weg nicht gut gespielt haben, speziell in den Doppeln. Doch es kam anders. Wir kämpften uns Punkt für Punkt heran. Hätten wir uns über eine Niederlage nicht beschweren dürfen, so war das 8:8 am Ende verdient (mehr Sätze und Bälle). Heute war Daniel top drauf – Felix und Auge sowieso. Chris machte seinen Punkt und Til war bei der Musik, aber muss die Noten noch besser lernen. Tomek/Daniel zwar jetzt in der Endabrechnung mit 6 „Nassen“, aber auch 18 „Vollen“ – derzeit Platz 1 in der Doppelrangliste.

Das 8:8 feierten wir, wie einen Sieg, hielt es doch unsere Chancen auf den 2. Platz am Leben. Allerdings muss Geltow zwei Punkte liegen lassen. Dazu dürfen wir uns aber am letzten Spieltag am 18.04. gegen Eiche Kiel keinen Ausrutscher mehr. Naja, nichts ist unmöglich, oder?

Text: Mathias Wähner
Titelfoto: Rajko Grawert
Foto NNN: Mathias Wähner